Theoretisch betrachtet handelt es sich beim Produktionsmanagement um eine Kombination aus Produktionswirtschaft und Industriebetriebslehre. Ziel des Produktionsmanagements ist es, Ressourcen für die Produktion von Produkten bereitzustellen, ohne dass dabei Lücken entstehen. Das Produktionsmanagement kann dabei in drei Teilbereiche zerlegt werden.

Das strategische Produktionsmanagement

Beim strategischen Produktionsmanagement wird das Hauptaugenmerk auf die Gewährleistung eines stabilen Ressourcenflusses gelegt. Der Betrachtungszeitraum ist dabei langfristig und bewegt sich meist in einem Zeitrahmen von 5 bis 10 Jahren. Dadurch können die infrastrukturellen Einrichtungen eines Produktionsbetriebs auf die künftigen Produktionserfordernisse abgestimmt werden. Im strategischen Management werden zudem die notwendigen Produktionsstandards eindeutig festgelegt.

Das operative Produktionsmanagement

Im operativen Management ist der Planungshorizont etwas kürzer und liegt zwischen einem und fünf Jahren. Dabei wird die festgelegte Unternehmensstrategie konkret in die Tat umgesetzt. Entscheidungen im operativen Produktionsmanagement betreffen in erster Linie die Produktionstechnik, die dazugehörigen Produktionsprogramme sowie die Festlegung des idealen Outputs.

Das taktische Produktionsmanagement

Taktische Entscheidungen werden kurzfristig gefällt. Der Planungshorizont liegt dabei meist unter einem Jahr. Hier steht vor allem die Frage im Mittelpunkt, welche Produkte ein Unternehmen in welcher Menge produzieren soll. Taktische Entscheidungen sind vor allem in Krisensituationen wichtig, um den Produktionsprozess aufrechtzuerhalten oder drohende Schäden einzuschränken.

Digitale Techniken

Das moderne Produktionsmanagement greift heute auf verschiedene digitale Tools zurück. Das sind hauptsächlich Produktionsplanungssysteme und Produktionssteuerungssysteme, die unter dem Kürz00el PPS zusammengefasst werden. Grundsätzlich umfasst das Produktionsmanagement auch hier die Bereiche Planung, Organisation und Steuerung von produktionstechnischen Abläufen in einem Unternehmen. Durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) werden Produktionsabläufe effizienter gestaltet. Intelligente Maschinen übernehmen bereits heute logistische Grundaufgaben. So können zum Beispiel moderne digital gesteuerte Produktionsanlagen Rohstoffengpässe melden. Der Produktionsmanager haben dann die Aufgabe, die notwendigen Rohstoffmengen an die Lieferanten weiterzugeben. Die Ermöglichung einer effizienten Produktion ist heute in nahezu allen Branchen wichtig. Hochlohnländer wie Deutschland oder Österreich zwingen dazu, die Produktionstechnik so kostensparend wie möglich einzurichten, um wettbewerbsfähig zu bleiben.